Wir über uns
Im Folgenden stellen wir uns, die Friedenskirche in Halle, und den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (im Folgenden „Bund“ genannt), dem unsere Kirche angehört, vor. Fragen, die uns immer wieder gestellt werden, haben wir aufgegriffen und beantwortet.
Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, haben Sie ruhig Mut und sprechen Sie jemanden an. Oder noch besser, besuchen Sie uns Sonntagmorgens um 10 Uhr zu unserem Gottesdienst. Vielleicht denken Sie jetzt: „Lieber ausschlafen, spazieren gehen oder fernsehen“ - Ihnen wird etwas entgehen. In unseren Gottesdiensten erfahren Sie etwas über Gott, den Schöpfer allen Lebens, und Jesus Christus, der unserem Leben Sinn und Ziel geben will. Neben Liedern und Gebet steht die Predigt bei uns im Mittelpunkt. Sie vermittelt, dass Gott in der Bibel Antworten hat auf die Fragen unseres Lebens. Gott möchte, dass unser Leben gelingt, und das wünschen wir auch Ihnen. Der Besuch eines Gottesdienstes bei uns verpflichtet zu nichts. Für Ihre Kinder bieten wird parallel ein spezielles Programm an. Auch Eltern mit Kleinkindern sind willkommen.
Fragen & Antworten
Was ist eine Freikirche?
Freikirchlich bedeutet für uns Vieles: Wir sind weder historisch noch rechtlich mit dem Staat verbunden. Wir treten für eine strikte Trennung von Kirche und Staat ein. Die Mitgliedschaft in einer Gemeinde wird eingegangen durch die Glaubenstaufe, die aufgrund des persönlichen Bekenntnisses zu Jesus Christus vollzogen wird. Freikirchlich bedeutet für uns auch, dass wir keine Kirchensteuern erheben, obwohl wir dies als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) tun könnten. Stattdessen werden alle Kosten durch freiwillige Spenden bestritten. Die Gemeinde finanziert ihren Pastor und andere hauptamtliche Mitarbeiter sowie ihr Gebäude selbst.
Warum werden keine Säuglinge getauft?
Die Gemeinden in unserem Bund orientieren sich an der Bibel. Sie ist für uns Grundlage des Glaubens. Immer, wenn das Neue Testament von einer Taufe berichtet, haben Menschen zuvor zum Glauben an Jesus Christus gefunden. Erst der Glaube, dann die Taufe (Glaubenstaufe), dann die Gemeinde-mitgliedschaft – dies ist nach unserer Überzeugung die richtige biblische Reihenfolge. Die Kindertaufe wird deshalb nicht praktiziert. Wer dennoch an der Gültigkeit seiner Kindertaufe festhält, ist in unserer Gemeinde als Freund oder Freundin gerne gesehen.
Was hat der Bund mit den Baptisten zu tun? Warum Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde?
Für unsere Gemeindebewegung hat sich weltweit die Bezeichnung „Baptisten“ eingebürgert (engl. Baptist = Täufer). In Deutschland ist es anders. 1941 hat sich der Bund der Baptistengemeinden mit den theologisch verwandten „Brüdergemeinden“ zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zusammengeschlossen. Die Zusammenarbeit hat sich bewährt und der Name wurde beibehalten. Etwa 90 Prozent der knapp 88.000 Mitglieder in rund 930 Gemeinden unserer Gemeindebewegung sind Baptisten, die anderen sind Mitglieder der Brüderbewegung. Der Bund gehört zur Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) und zum Baptistischen Weltbund (BWA), der mit 45 Millionen Mitgliedern und 100 Millionen Angehörigen größten protestantischen Kirche weltweit.
Wie ist die Gemeinde organisiert?
Jede Gemeinde im Bund ist für ihre Belange zuständig und organisiert ihre Anliegen selbstständig. So ist auch in der Friedenskirche die Versammlung der Mitglieder das höchste Entscheidungsgremium. Jedes Mitglied hat volles Mitbestimmungsrecht. Die in der Gemeindeversammlung gewählte Gemeinde-leitung ist für die Umsetzung gemeindlicher Ziele verantwortlich und führt die Gemeinde gemäß ihrer Berufung durch Gott. In der Gemeindeversammlung werden von der Gemeindeleitung vorbereitete Grundsatz-themen (Lehre, Verwaltung, Finanzen, Personal, Ziele u.a.) entschieden.
Wie steht es mit dem Kontakt zu anderen Kirchen?
Als Friedenskirche in Halle pflegen wir einen geschwisterlichen Dialog mit den evangelischen und katholischen Kirchen am Ort sowie den Freikirchen. Wir arbeiten aktiv in der Evangelischen Allianz, einem Zusammenschluss der evangelischen Kirchen und Freikirchen in Halle mit, und sind Mitglied im Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Halle. Der Bund unterhält freundschaftliche Kontakte zu fast allen christlichen Kirchen in Deutschland. So ist er Gründungsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Darüber hinaus engagiert sich unserer Bund in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), in der die meisten Freikirchen in Deutschland zusammengeschlossen sind.
Als Gemeinde unterstützen wir die Jugend- und Kindersozialarbeit „Schnitte“ des „Christlichen Vereins junger Menschen“ (CVJM) in Halle-Neustadt.
Wir laden Sie herzlich ein zu unseren Veranstaltungen. Sonntags um 10 Uhr feiern wir wie gesagt Gottesdienst, in dem neue Gesichter gern gesehen sind. Unter der Woche treffen sich verschiedene Gruppen. Auch hier heißt es: Dabei sein und miterleben.
Gott segne Sie!